Yoga und Gene (3) Geheimnis Lebensenergie

 

Bild Prof. Gottfried Schatz_ Bild aus dem Film

Prof. Dr. Gottfried Schatz:
Das Rätsel unserer Lebensenergie

Das Rätsel unserer Lebensenergie

Yoga und Gene (3): Nun folgt der dritte Teil unserer Trilogie über das Zusammenspiel von Bewusstsein und Genen. Die ersten beiden Teile kann man im Thinkletter-Archiv finden.

Professor Schatz, führend an der Aufklärung der Bildung von Mitochondrien beteiligt und Mitentdecker der mitochondrialen DNA, hat sich sehr eingehend mit der modernen Genetik und Epigenetik befasst.

Seine Erkenntnisse sind auch ein wahrer „Schatz“ und passen genau in das gegenwärtige Thema unseres Thinkletters und – wie faszinierend – auch in die über 5000 Jahre alte Geisteswissenschaft des Yoga!

Den obigen Film Das Rätsel unserer Lebensenergie sollte man sich unbedingt ganz (55 Min.) anschauen! Das ist nämlich eine gute Zusammenfassung des heutigen Wissens über das Zusammenspiel von Bewusstsein, Genetik und Epigenetik – und genau das Vorgehen, um das wir uns in unserer Yoga-Schule bemühen.

Wir sind für unsere Gene mitverantwortlich

sagte Gottfried Schatz (Zschr. „Beobachter“ 06 / 2015). „Die Mechanismen des Lebens sind komplexer, als man sich das vorgestellt hat.“ Die Epigenetik weiß heute, dass wir über Bewusstsein und Lebensstil diejenigen Gene in den Vordergrund regulieren können, die dazu notwendig sind. Daher sind wir auf diese Weise zumindest teilweise für unsere Gene mitverantwortlich.

Wir sind auch für die Gene unserer Mitmenschen mitverantwortlich

Dadurch, dass wir das Bewusstsein unserer Mitmenschen durch unser eigenes Bewusstsein beeinflussen, sind wir auch für deren Gene zumindest mitverantwortlich.

Prof. Schatz: „Das schien uns noch vor 20 Jahren völlig unmöglich. Aber letztlich sind wir auch für die Gene von Menschen mitverantwortlich, die von uns abhängen. Wenn wir also Untergebene oder von uns Abhängige schlecht behandeln oder Dauerstress aussetzen, könnten wir nicht nur ihren Genen, sondern vielleicht sogar auch denen ihrer Kinder Schaden zufügen.“

Diese Erkenntnis bedeutet aber auch, dass wir die Gene unserer Mitmenschen positiv verändern können, wenn wir sie freundlich und respektvoll behandeln.

Die Yogis wussten das auch schon …

Der große Yogi Patanjali schrieb in seinen Yoga-Sutras: „Das Citta (= Denkorgan, Gehirn, Bewusstsein) wird allmählich klar, wenn wir uns aus innerer Überzeugung freundlich und hilfsbereit, begeisterungsfähig und verzeihend gegenüber Menschen verhalten ….“ (Patanjali I.33)

Das geistige Hauptgesetz im Yoga heißt Ahimsa (Gewaltlosigkeit): Keinem Wesen Leid zufügen weder in Gedanken, noch in Worten noch in Taten. Nichts tun, was ein anderes Wesen verletzen oder demütigen könnte. Seelenverwandtschaft mit jedem Lebewesen empfinden.

Die Fabel von der Klapperschlange

Man sollte im Zweifelsfall an die Fabel von der Klapperschlange denken: „Rasseln ja – aber kein Gift versprühen“ … Und man merkt genau. wenn man beginnt, Gift zu versprühen. Das sollte man sein lassen und sich bemühen, sich nicht persönlich verletzend sondern sachlich durchzusetzen.

Erkenntnis von Prof. Schatz:

Die modernen Wissenschaften werden immer komplexer. Man kann ihre Komplexität nur in Verbindung mit den Geisteswissenschaften verstehen.

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